Die Jungfernfahrt
Bislang war alles graue Theorie. Wie liegen Schwerpunkt von Schwert und Segel? Wie ist der Gesamttrimm? Wie sind die Segeleigenschaften? Fühlen wir uns an Bord wohl?
Nach einigen Jahren auf dem Bodensee, einer Motorboottour in Frankreich und einem Segel/Motortörn auf der Mecklenburger Seeenplatte lautet unser Fazit - rundum zufrieden. Kein schnelles, aber sehr entspanntes segeln und bei längeren Motorfahrten - nahezu lautloses dahingleiten.
Motorbootfahrt auf der Saone
Ein kleiner Motorbootmast für Beleuchtung und Segeldachaufhängung und fertig war unser Motorboot. Wir wollten ausprobieren, ob unser Torqeedo die Leistung für eine Flussfahrt erbringt. So ging es zuerst auf ein uns wohlbekanntes Gewässer. Im Gegensatz zu einem Aussenborder ist solch ein E - Motor bei einer Panne unterwegs nicht auf die Schnelle zu reparieren. So ersteigerten wir günstig einen baugleichen 2. Motor.
Da unsere 6 Jahre alten schweren Batterien in den Wintern im Boot verblieben und Schaden genommen hatten, waren wir auf den Ersatzakku bei dieser Fahrt angewiesen.
Erfahrung nach dieser Reise und Änderungen:
Für unsere 24 V Versorgung wechselten wir von 2 schweren Solarbatterien auf 4 leichtere Traktionsbatterien, die wir per Umschaltung der 2er Gruppen auch bei kürzerer Rast immer vollladen können. Im Winter sind die Blöcke leicht aus dem Schiff herausnehmbar.
Für die Bordversorgung sorgt jetzt eine separate 12 V Batterie.
Ansonsten - das Boot bringt beladen 1 to auf die Waage, zum slipen für unseren A4 schon grenzwertig. Und bei sommerlichem Niedrigwasser an vielen Sliprampen wird es schwierig, dass unser Boot freischwimmen kann.
1400 kg auf einer rutschigen, regennassen Rampe hochzuziehen, hat dazu geführt, dass sich unsere Kupplungsscheibe am A4 in Wohlgefallen aufgelöst hat. Alternative - nur noch kranen.
Mittlerweile haben wir uns einen Tiguan als Zugfahrzeug zugelegt. Er darf 2,5 to ziehen.
Wanderfahrt in Meckpom 2018
In diesem Jahr waren wir wieder mit unserem Segelrigg unterwegs. Von Röbel an der Müritz bis Neustrelitz, mit Abstechern nach Rheinsberg und in viele weitere kleine Gewässer - ging unsere Reise.
Traumhafte Seeen, unverbaute Ufer, keine Uferstrassen und wunderschöne Orte. Man kann einfach nur neidisch werden.
In vielen Häfen sind Alle willkommen, Wasserwanderer, ob mit Schiff oder Kanu, Radler, Camper, Womos - keinerlei elitären Attitüden. Ansonsten - wunderschöne Ankerplätze zuhauf.
Unsere Erfahrung mit der Technik:
Mast legen und stellen - eine Sache von wenigen Minuten und machbar ohne anzulegen.
Das neue Batterienmanagement - problemlos. Allerdings sind die 90 Ah / 24 V ein bisschen knapp bemessen. Bei langsamer Marschfahrt kamen wir 25 km weit. Bei einem 4er Wind, platt auf die Nase, waren wir froh nach 15 km in einen Hafen einzulaufen.






























